25.06. Das Berufbild Kürschner/in
Das Berufbild des Kürschners gehört zu den ältesten Berufen der Welt. Schon die Jäger und Sammler fertigten ihre Bekleidung aus den Fellen der erlegten Tiere an. Der Kürschner verarbeitet die von der Gerberei für eine Konfektionierung vorbereiteten Felle. Dazu gehört ein gutes Auge, das in der Lage ist, auch kleinste Farbschattierungen zu unterscheiden. Das ist beim Zusammensortieren der einzelnen Felle für eine Jacke oder einen Mantel unerlässlich. Auch benötigt der Kürschner eine ruhige Hand, denn er muss präzise und oft auch filigrane Schnitte mit einem scharfen Messer oder einem Halter mit Rasierklinge selbst in derberes Leder schneiden können. Das Berufbild des Kürschners ist auch in der industriellen Produktion von körperlich schwerer Arbeit geprägt, denn die angefeuchteten Felle müssen vor der Bearbeitung gezogen werden. Manche Felle sind an sich schon recht schwer und vor dem endgültigen Zuschnitt wird das Leder nass gemacht und mit kleinen Nägeln oder einer Pressluftpistole auf einer großen Holzplatte straff gespannt. Die Platten sind meistens 2,50 x 1,50 Meter groß und ziemlich schwer. Sie werden mit den aufgespannten Fellen zum Trocknen in Regale geschoben, ehe man mit Kreidepuder die Umrisse der Schnittmuster überträgt und sauber ausschneidet. Felle werden mit chromhaltigen Mitteln gegerbt und häufig auch gefärbt. Eine Chrom- oder Farballergie wäre für das Berufbild Kürschner sehr hinderlich.






