10.08. Texte für Webseiten erstellen

Das Internet vermittelt eine große Menge an Informationen. Ein mit Informationen voll gestopfter Text reicht aber häufig nicht aus um den Besucher einer Internetseite zum Dableiben oder gar Wiederkommen zu animieren. Webtexte sollten aus diesem Grund interessant gestaltet sein. Auch sollte man schon bei der Planung von Schriftart und Schriftgröße darauf achten, dass der Text gut leserlich dargestellt wird.

Man sollte daher unbedingt serifenlose Schriftarten wählen und wenn möglich auf Schnörkel und Verzierungen im Schriftbild verzichten. Ein perfekter Webtext lässt sich flüssig lesen, ist nicht kompliziert zu lesen und sollte dem Leser die gewünschten Informationen ohne lästiges Geplänkel vermitteln.

Er ist zudem klar und prägnant formuliert sowie sinnvoll strukturiert. Ganz wichtig für einen guten Webtext ist, dass er den Leser direkt anspricht. Der Text sollte nicht stumpf dahin geschrieben sein, sondern lebendig wirken und das Thema der jeweiligen Internetseite Zielgruppen orientiert widerspiegeln. Nur so zieht man den Nutzer in seinen Bann und macht den Text auch interessant und lesenswert.

Gerade bei langen Webtexten sollte man auf die Absätze achten, da der Leser den Text von einem Bildschirm abliest und alleine das schon eine enorme Anstrengung für das menschliche Auge bedeutet. Mit einigen Absätzen und einer guten Textstruktur hat man schon fast gewonnen. Der Leser ermüdet nicht so schnell und liest einfach weiter, da es nicht so sehr anstrengend ist als einen langen Fließtext ohne Absätze und mit verschachtelten Nebensätzen zu lesen.

Kurz um darf der Leser den Faden nicht verlieren und der Text darf niemals langweilig werden. Wenn im Text immer der gleiche Satzanfang vorherrscht und immer wieder komplizierte Wortkombinationen, sowie ein Überfluss an Fremdwörtern auftauchen, verlassen viele Internetnutzer die jeweilige Internetseite schnell wieder, da sie gelangweilt sind. Das A und O für jeden Webtext ist das Interesse des Nutzers zu wecken und ihn zum weiter lesen zu animieren.

07.08. Gedichte für den Sommer

Die Gedichte sind ein Teil der Lyrik. Es handelt sich um poetische Texte. Gedichte werden geschrieben von Dichtern. Insbesondere im 17., 18. und 19. Jahrhundert gab es eine Reihe von bekannten deutschen Dichtern. Verfasst haben diese Gedichte zu allen Gelegenheiten. – auch Gedichte Sommer, sprich Gedichte, die von ihrem Inhalt her gesehen Texte enthielten, die etwas mit dem Sommer zu tun hatten. Einer der bekannteste deutsche Dichter war Johann Wolfgang von Goethe. Er schrieb eine Reihe von Gedichten über die Liebe und den Sommern. Eines seiner bekanntesten Gedichte dieser Art ist dabei das Gedicht mit dem Titel “Im Sommer”, wobei es sich hier um ein Liebesgedicht handelt. Ein weiteres sehr bekanntes Gedicht von Johann Wolfgang von Goethe ist das Gedicht “Vier Jahreszeiten”, das natürlich auch etwas mit dem Sommer zu tun hat, wie auch mit dem Frühjahr, dem Herbst und dem Winter – eben den vier Jahreszeiten. Goethe ist ein Frankfurter Bub. 1749 wurde er in Frankfurt am Main geboren. Goethe war aber nicht nur ein Dichter, der sich mit Gedichten um die Liebe, den Sommer etc. befasste, sondern auch ein Dramatiker und Naturwissenschaftler war. Darüber hinaus war es auch Theaterleiter und Kunsthistoriker, wie auch letztlich Staatsmann. Gestorben ist Goethe im Jahr 1832 in Weimar.

31.07. Wirtschaftsunterricht

In der Schule ist das Thema Fertiggaragen bestellen nicht unbedingt an der Tagesordnung. Es kann jedoch zum Inhalt einzelner Stunden werden, in welchem die Schüler auf die Bestellvorgänge im Internet reflektieren müssen, indem sie zum Beispiel Referate anfertigen oder sich mit dem Hintergrund dieses so einfachen Einkaufs befassen. Die rechtlichen Hintergründe hinter einem Online Kauf sind nicht unerheblich; so erfährt der Schüler praktische Vorbereitung auf sein Leben als Erwachsener, zu dem das Internet heute in all seinen Facetten unabdingbar dazu gehört.

Am Beispiel, wie Hausbesitzer Fertiggaragen bestellen, lässt sich sicher gut erklären, was es alles zu beachten gilt, welche Rechte der Kunde hat, welche Pflichten der Händler zu erfüllen hat. Der Kunde akzeptiert zum Beispiel bei seinem Einkauf in einem Online Shop die Allgemeinen Geschäftsbedingungen; es ist also ratsam, diese auch zu lesen, bevor man sie akzeptiert. Es schadet nicht, wenn die Schüler zusammen mit ihrem Lehrer also auch diese AGB einmal durchforsten, um die darin enthaltenen rechtlichen Faktoren zu analysieren.

Fallbeispiele werden durchgenommen: Fertiggaragen bestellen ist an sich ja nicht so schwer. Was passiert jedoch, wenn ein Kunde eine Garage mit falschen Maßen bestellt? Muss der Händler diese zurücknehmen, oder ist dies, sofern er sich dazu bereit erklärt, reine Kulanz? Wie ist die Sachlage, wenn auf dem Transport vom Händler zum Grundstück etwas passiert? Welche Konsequenzen können Fehler beim Selbstaufbau haben, bei dem der Kunde ausdrücklich auf jede Gewährleistung verzichtet? Man möchte nicht meinen, wie viele verschiedene Erfahrungen man in der Theorie sammeln kann, denn das Beispiel Fertiggarage bestellen lässt sich auf viele andere Dinge anwenden.

13.07. Hausaufgaben vergessen

Es gibt die Schüler, die in der breiten Masse mit schwimmen, die von Eltern und Lehrern rein optisch als normal eingestuft werden. Es gibt aber auch die, die sich rein visuell von dieser Masse abheben. Diese Schüler gelten als Sonderlinge, als Aufrührer, mit denen es schwer umzugehen ist. Inwiefern wirklich diese Vorurteile, vor denen auch die Lehrerschaft nicht gefeit ist, zu verallgemeinern sind, bleibt ungewiss. Es wird sicher den einen oder anderen Schüler geben, der trotz seiner Liebe zur Punk oder Gothic Szene ganz ordentliches Betragen und gute Leistungen zeigt. Dennoch kann man davon ausgehen, dass sich hinter einer ganz ausgefallenen Art, sich zu kleiden, auch gewisse Auffälligkeiten im Verhalten warten.

Auch bei den Lehrern gibt es Unterschiede. Es ist nur menschlich, sich eine eigene, vielleicht vorschnelle Meinung zu bilden. So kann es durchaus vorkommen, dass zwei Schüler, die ihre Hausaufgaben vergessen haben, eine völlig unterschiedliche Behandlung erfahren. Der eine, in Jeans und T-Shirt, bekommt eine freundliche Ermahnung, der andere, in ungewöhnlicher Gothic Kleidung, erfährt etwas Ähnliches wie: War ja nicht anders zu erwarten.  Geben sollte es diese Vorurteile ja nicht. Ein Schüler sollte behandelt werden, wie jeder andere an seiner Schule, in seiner Klasse.

Vor allem in der Oberstufe, wenn sich aus den wohlbehüteten kleinen Schülern dann eigenständige und eigenwillige Menschen entwickeln, führt der Kleidungsstil manchmal zu Problemen. Nicht alle Eltern und Lehrer können es tolerieren, wenn sich hier ein Schutzbefohlener von der Masse abhebt und seinen eigenen Weg geht, was die Kleidung betrifft. Die Zeiten von Schuluniformen wünscht sich mancher Lehrer wieder zurück. Ob dies Sinn macht, ist die Frage, denn Zwang und aufgesetzte Gleichheit können nicht darüber hinweg täuschen, dass es nun mal verschiedene Menschen, verschiedene Lebensphasen und unterschiedliche Gesinnungen gibt. Dazu gehört eben auch die Gothic Szene. Die Lehrer sollten es, auch wenn es manchmal schwer ist, nicht vergessen, dass sie auch Werte, wie Toleranz und Akzeptanz lehren sollten.

02.07. Krank sein und Krank machen

Kurz vor den Ferien passiert mir so etwas. Meine Tochter wurde letzte Woche überraschend krank. Sicherlich denken Sie jetzt, das ist doch nicht weiter schlimm, das passiert eben. Dazu ist vielleicht noch zu sagen, dass meine Tochter “nur” über Übelkeit und Bauchschmerzen geklagt hat und deshalb nicht in die Schule wollte… konnte…

Als Mutter macht man sich darüber natürlich Sorgen und deshalb schleppte ich die kleine Maus auch direkt zum Arzt. Der erklärte mir, dass es eine kleinere Magenverstimmung sei und wir ihr ab jetzt eine Schonkost geben sollten. Dann war klar, erst mal schnell einkaufen, Zwieback, Knäckebrot, Bananen, Brezelchen und Cola. Nichts fettiges!

Als ich früher von der Arbeit heim kam(wollte die kleine nicht alleine zu Hause lassen), da blieb ich stumm vor dem Kinderzimmer stehen und traute meinen Augen nicht. Ich sah wie meine Tochter locker vor dem Spiegel tanzte und dabei fleißig Schokolade in sich reinschob. Vom Krank sein, keine Spur.

Da ist es mir wie Schuppen von den Augen gefallen! Krank machen, ist die neuste Marotte!

Ich dachte so etwas kann mir nicht passieren, denn ich war schließlich auch mal jung und weiß noch genau, was ich meiner Mutter früher alles erzählt habe, nur um einmal zu Hause zu bleiben und blau zu machen. Tja jetzt hats mich eiskalt erwischt.

26.06. Hausaufgabenproblem: Mitarbeiter einer Detektei verzweifelt

Auch Detektive, die ein sehr breites Aufgabenfeld bedienen und sehr kompetent sein müssen, haben die gleichen Probleme, wie andere Eltern. Ihre Kinder versuchen genau wie ihre Kameraden, einmal ihre Grenzen auszutesten und auch phasenweise einmal keine Hausaufgaben machen zu wollen. Wenn dann noch, wie in vielen Haushalten leider nötig, die Eltern alle beide berufstätig sind, kann dies zu Problemen führen. Großeltern oder andere Aufpasser lassen sich leicht um den Finger wickeln. Man geht zunächst auch nicht davon aus, dass die Hausaufgaben noch unerledigt in der Schultasche liegen, obwohl der Junior behauptet, sie seien längste fertig.

Da der Ermittler einer Wuppertaler Detektei auch in Dresden, München und vielen anderen Städten unterwegs sein muss, verschlimmert sich das Problem noch weiterhin. Dem zuhause verbleibenden Partner, ebenfalls berufstätig, wird die Aufgabe, die Kinder und en Haushalt alleine versorgen zu müssen, bald über den Kopf wachsen. Im schlimmsten Fall landen dann bald Briefe von den Lehrern im heimischen Briefkasten. Is es soweit gekommen, helfen die Beteuerungen der Eltern, dass man nur mit Fleiß im Leben einmal etwas erreichen kann, nur in manchen Fällen.

Eine bessere Lösung ist es, eine professionelle Hausaufgabenbetreuung zu organisieren. Für einen Detektiv dürfte es kein Problem sein, zu ermitteln, wo der kleine Faulpelz am Nachmittag am besten aufgehoben ist. Der Idealfall tritt ein, wenn ein Platz in der Hausaufgabenbetreuung an der eigenen Schule ergattert werden kann. Da leider nicht an allen Schulen dieses Angebot besteht, muss man aber vielleicht weiter suchen, bis man eine geeignete Aufsichtsperson oder Einrichtung gefunden hat.

Der Detektiv wird es sich nicht leisten können, nicht in der Detektei zu erscheinen, um seiner Arbeit nachzugehen. Je nachdem, wie die finanziellen Verhältnisse sind, kann es möglich sein, dass auch der andere Elternteil weiter seiner Arbeit nachgehen muss. Ein Trost bleibt für die meisten Eltern: Die Phase vergeht, wenn die Probleme zu groß werden, denn auch Kinder zeigen oft Einsicht. Man muss nur mit ihnen reden.

25.06. Das Berufbild Kürschner/in

Das Berufbild des Kürschners gehört zu den ältesten Berufen der Welt. Schon die Jäger und Sammler fertigten ihre Bekleidung aus den Fellen der erlegten Tiere an. Der Kürschner verarbeitet die von der Gerberei für eine Konfektionierung vorbereiteten Felle. Dazu gehört ein gutes Auge, das in der Lage ist, auch kleinste Farbschattierungen zu unterscheiden. Das ist beim Zusammensortieren der einzelnen Felle für eine Jacke oder einen Mantel unerlässlich. Auch benötigt der Kürschner eine ruhige Hand, denn er muss präzise und oft auch filigrane Schnitte mit einem scharfen Messer oder einem Halter mit Rasierklinge selbst in derberes Leder schneiden können. Das Berufbild des Kürschners ist auch in der industriellen Produktion von körperlich schwerer Arbeit geprägt, denn die angefeuchteten Felle müssen vor der Bearbeitung gezogen werden. Manche Felle sind an sich schon recht schwer und vor dem endgültigen Zuschnitt wird das Leder nass gemacht und mit kleinen Nägeln oder einer Pressluftpistole auf einer großen Holzplatte straff gespannt. Die Platten sind meistens 2,50 x 1,50 Meter groß und ziemlich schwer. Sie werden mit den aufgespannten Fellen zum Trocknen in Regale geschoben, ehe man mit Kreidepuder die Umrisse der Schnittmuster überträgt und sauber ausschneidet. Felle werden mit chromhaltigen Mitteln gegerbt und häufig auch gefärbt. Eine Chrom- oder Farballergie wäre für das Berufbild Kürschner sehr hinderlich.

24.06. Hausaufgaben

Es ist nicht immer leicht, die Kinder zur Erledigung ihrer täglichen Hausaufgaben zu motivieren. So war es auch diesmal, als mein Mann seinen Geburtstag mit der Familie feiern wollte. Wir hatten Urlaub, aber die Kinder ganz regulär Schule. Schon mittags kamen einige Leute, darunter auch unser beider Eltern. Wir waren schon alle um den Gasgrill versammelt, als die Kinder nach Hause kamen. Wie viel Lust sie hatten, sich, wenn Oma und Opa da sind, um die Hausaufgaben zu kümmern, kann sich jeder vorstellen.

Nach einigen Würstchen vom Rost des Gasgrills und etwas Salat begann die Diskussion auch schon. Die Großeltern mischten sich ein. Das wäre doch kein Problem, wenn die Hausaufgaben einmal erst am Abend gemacht würden. Mein Schwiegervater scherzte sogar, dass es zu einem richtigen Jungen gehöre, einmal ohne Hausaufgaben zur Schule zu gehen. Das fiel bei meinen beiden Rackern natürlich auf offene Ohren. Ich hatte zu tun, sie zur Pflichterfüllung anzutreiben. Der Kompromiss war, dass sie die Hausaufgaben bei uns im Garten, etwas abseits des Gasgrills, machen durften. Es wurde schnell Platz geschaffen, und schon ging es los.

Üblicherweise schaffen meine beiden Jungs ihre Hausaufgaben in maximal einer Stunde, wenn nicht gerade etwas Wichtiges zu lernen ist. Nur ganz selten kommen Probleme auf, die meiner oder Vaters Hilfe bedurften. Mein Mann kümmerte sich um die Gäste, nur für die Großeltern gab es nichts Spannenderes, als die Kinder von der Pflicht abzuhalten. Natürlich war es nicht weit her mit der Konzentration. Die beiden nutzten die Aufmerksamkeit aus, und fragten allen Umsitzenden Löcher in den Bauch. Ich musste mir sogar noch einen Rüffel gefallen lassen, weil ich nicht bereit war, Rechenergebnisse vorzusagen. Ich kochte innerlich. Irgendwann waren die Schulsachen weggepackt, die Hausaufgaben erledigt. Auch am Abend sollten noch einmal Freunde kommen, um in den Genuss der Leckereien des Gasgrills zu kommen. Doch für mich stand fest, dass ich nie wieder an einem Werktag eine solche Party veranstalten würde.

23.06. Die besten Ideen für ein Fotobuch

In der Schule meines Sohnes wurde vor kurzem ein Wettbewerb veranstaltet, der auch benotet wurde. Es sollte ein Fotobuch gestaltet werden. Die Ideen dazu sollten die Kinder komplett selbst liefern, es waren weder Themen vorgegeben, noch andere Richtlinien. Ich war begeistert von dieser Idee. Die Sieger sollten nicht nur das Fotobuch bekommen, das sie entwickelt hatten, sondern auch kleine Preise. Der erste Platz war zum Beispiel eine Digitalkamera.

Zunächst war mein Sohnemann etwas ratlos und wusste nicht recht, wie er es anstellen sollte, die Idee zu verwirklichen. Er wollte ein Fotobuch über die Schule machen. Die besten Eindrücke wollte er sammeln. Ein Vierteljahr war Zeit, für jeden Schüler wurde eine Kamera bereitgestellt, die er eine Woche zur freien Verfügung benutzen konnte. Ich hörte mir Svens Ideen für sein Fotobuch an und war begeistert über seine Kreativität. Nur mit der Umsetzung gab es nach wie vor Probleme.

Wir setzten uns an den PC und suchten einmal nach Fotobüchern, die man bestellen kann. Dabei stießen wir zufällig auf das Fotobuch Easybook. Hier konnte mein Sohn sich Ideen ausleihen. Das Konzept für das Buch sollte auf einem Block aufgemalt und mit entwickelten Fotos aufgeklebt werden. Er gab sich wirklich sehr viel Mühe, die Impressionen, die er im Kopf hatte, dann auch mit der Kamera umzusetzen. Ich fand als nicht ganz objektive Mutter das Fotobuch sehr gelungen.

Tatsächlich machte Sven einen der ersten Plätze, es reichte nur für den vierten. Trotzdem er keinen Preis erhalten hat, waren die Lehrer bei der Siegerehrung voller Lob für ihn. Ich investierte die wenigen Euro, die es kostete, und bestellte ihm sein Fotobuch ganz heimlich im Internet. Wie seine Augen strahlten, als ich es ihm eines Tages, als er aus der Schule kam, überreichte, ist unbeschreiblich. Er war sehr stolz auf seine Arbeit und seither will er immer, wenn ein besonderer Anlass ist, ein eigenes Fotobuch gestalten.

16.06. Meine Hausaufgaben im Bett

In meinem ganzen Leben habe ich, so möchte ich behaupten, stets die Zeit lieber im Bett verbracht, als irgendwo anders. Nicht, dass ich träge wäre, aber ich mag es halt einfach sehr gemütlich. Ich lese im Bett, mache dort Kreuzworträtsel und habe auch einen Fernseher im Schlafzimmer, mit dem ich mir manchen Abend so richtig nett mache. Dass das Bett einmal mein wichtigstes Möbelstück werden sollte, wusste ich schon in der Schulzeit. Ich kam von der Schule nach Hause, bekam von meiner Mutter ein Mittagessen serviert, welches ich auch in ihrer Gesellschaft verspeiste. Danach nahm ich meinen Ranzen und verzog mich, wie könnte es anders sein, ins Bett.

Eine richtige Höhle hatte ich mir da gebastelt, mit einem Vorhang, sodass Menschen, die zur Kinderzimmertüre hereinkamen, nicht gleich aufs Bett blicken konnten. Auch die Hausaufgaben wurden hier erledigt. Ich hatte wirklich keinen schlechten Schreibtisch in meinem Zimmer stehen und auch in der Küche hätte ich meine Schulsachen sicher ausbreiten dürfen. Doch ich wollte im Bett sein. Also wurden Mathematikbuch und Vokabelheft, Ordner und Blöcke im Bett verteilt und ich begann jeden Nachmittag, eifrig zu arbeiten.

Manchmal kam meine Mutter in mein Zimmer, weil sie sich Sorgen machte, aber ich war eben mit meinen Hausaufgaben noch nicht fertig. In aller Ruhe, wenn die Schultasche dann gepackt war, ließ ich mich dann auch im normalen Leben blicken. Der Spielplatz, das Freibad und vieles mehr gehörten einfach in die Zeit nach dieser ruhigen Phase in meinem Kuschelbett.

Heute besitze ich ein Wasserbett, in welchem ich mich noch ein Stückchen wohler fühle, als in meinem Jugendbett von damals. Der Bambus Bettrahmen, die tollen Matratzen, die gesamten Möbel in meinem Schlafzimmer: Alles eine richtige Wohlfühl Oase. Hausaufgaben muss ich nicht mehr machen; ich gehe einer ordentlichen Arbeit nach, in der ich auch manchen Stress kompensieren muss; aber wer muss das nicht. Zwischen  Feierabend und einer sportlichen Stunde muss es einfach eine kleine Kuschelstunde geben, und auch, wenn ich am Abend ausgehe, muss es nicht vier Uhr morgens werden, bis ich endlich wieder in mein heiß geliebtes Bettchen komme. Ich wage fast, zu behaupten, dass sich dies auch nicht großartig ändern wird.